
Zuallererst: Tut uns leid, dass wir euch in den letzten Tagen nicht allzu detailreich über unseren Trip informiert haben. Aber unsere turbulente Reise hat nicht viele Pausen zugelassen. Nun kommt’s dafür aber dick!
Gestern kauften wir ein Ticket von Zürich nach Basel. Und pennten ob der Übermüdung natürlich sofort ein.
Kurz nach Köln wachten wir wieder auf. Der Kontrolleur hatte uns netterweise schlafen lassen. Sehr angenehm. Weniger erfreulich aber war, dass in Köln ein Checkpoint auf uns gewartet hätte und wir bis Düsseldorf weiterfahren mussten. Zum Glück fanden wir aber einen netten Schaffner, der uns gratis zurückfahren ließ. Sogar mit einem ICE!
Wir hielten unseren Aufenthalt in Köln so kurz wie möglich. Schnell zum Brunnen, dessen Fontäne wir blockieren mussten (wir warten noch immer auf die Zeitungsnews: „Deutsche Stadt ertrinkt!“), schnell ein paar Red Bull Dosen als Engel verkleidet verkaufen, schnell wieder umziehen und weiter zum nächsten Checkpoint nahe der Universität.
Dort bekamen wir frische Dosen, die wir zum Teil gegen Kebab eintauschten, und schauten uns nach einem geeigneten Platz zum Autostoppen Richtung Belgien um.
Ein älterer Herr, selbst in seiner Jugend von Amsterdam nach Nordafrika getrampt, nahm uns ein paar Kilometer mit und überredete zwei Slowaken, uns einsteigen zu lassen. Diese brachten uns zum nächsten Checkpoint nach Leuven, der wahrscheinlich besten Studentenstadt der Welt. Belgisches Bier floss in Strömen – gerade Simon hat es sehr genossen, weitere Red Bull Dosen wurden aufgeladen.
Gerne wären wir noch länger geblieben. Vielleicht sogar für immer, um ehrlich zu sein. Aber wir hatten ja noch ein Date in Brüssel. Ein Freund von Mathias servierte uns dort ein wunderbares Essen und bescherte und eine bezaubernde Nacht – wie wunderbar eine einfache Matratze doch sein kann, merkt man erst, wenn man auf Reisen ist.
Am nächsten Morgen verließen wir Brüssel vom Bezirk Drogenbos aus. Arg, nicht? Zum Glück war das Viertel aber nicht so heruntergekommen, wie der Name hatte vermuten lassen. Unser Plan war, Lille und den dortigen Checkpoint volley zu nehmen. Doch es kam anders. Denn unser netter Fahrer übersah die Ausfahrt und fuhr uns direkt nach Paris.
Weitere Abenteuer gibt’s im nächsten Blog!
Das österreichische Team „The Flying Threesome“ zählt die Zentimeter nach Paris.