
Grundsätzlich verwende ich im Sommer das gleiche Material wie im Winter, um mich bestmöglich darauf einzustellen. Das fängt bei der 1-2 mm dicken, einteiligen Skiunterwäsche an, reicht von Anzug, Schuhe, Helm und Brille bis zum Ski. Einzig der Skibelag ist härter.
Präpariert wird dieser im Sommer mit einem härteren Wachs, das nicht abgezogen und ausgebürstet wird. Das Anzug-Testen fällt allerdings im Sommer ein bisschen schwer, da sich die Luft anders anfühlt. Die Keramik-Anlaufspur hat ähnliche Gleiteigenschaften wie die Eisspur im Winter, auch die Anlauflänge ist annähernd gleich – sie ist nur viel lauter bei der Anfahrt, da sie mehr Reibungswiderstand aufweist.
Andererseits gibt es ziemliche Unterschiede bei den Keramikspuren verschiedener Schanzen, worauf man sich erst einstellen muss – von „normalen“ Keramikplatten bis hin zu einer Beschichtung mit Gumminoppen. Ich springe persönlich lieber im Winter. Aber ein Vergleich um die Wichtigkeit der Mattensaison aufzuzeigen: haben wir durch die langen Wettkampfphasen im Winter nur ca. 50 „reine Trainingssprünge“, kommen wir im Sommer auf rund 350.