
Mit dem vierten Platz verpassen die ÖSV-Adler zum ersten Mal seit fünf Jahren das Stockerl in einem Teambewerb. Der Grund: Die Konkurrenz wurde auch heute – genau wie die Einzelkonkurrenz am Vortag mit nur einem Sprung entschieden.
Gewonnen haben die Norweger. Mit 793,4 Punkten sicherten sich Tom Hilde (209 Meter), Johan Remen Evensen (216 Meter), Anders Jacobsen (195,5 Meter) und Anders Bardal (201,5 Meter) Gold beim letzten Teambewerb der Saison in Planica. Dahinter landeten die Springer aus Polen (761,9 Punkte) vor Russland (734,6 Punkte).
Im ersten Durchgang war der Wind noch milde, er konnte ohne Probleme oder Verzögerungen durchgeführt werden. Dennoch überraschte das Resultat: Nicht die Österreicher, sondern die Mannschaft der Norweger setzte sich an die Spitze. Dahinter platzierten sich mit weiten Flügen die Polen Kamil Stoch, Lukasz Rutkowski, Stefan Hula und Adam Malysz vor den Russen Denis Kornilov, Pavel Karelin, Ilja Rosliakov und Dimitry Vassiliev.
Die ÖSV-Adler landeten mit Martin Koch (217,5 Meter), Wolfgang Loitzl (184,5 Meter), Thomas Morgenstern (178,5 Meter) und Gregor Schlierenzauer (185 Meter) auf Rang 4 vor Slowenien, Deutschland, Japan und Finnland, bei denen Matti Hautamäki mit 220,5 Meter der weiteste Flug in der ersten Runde gelang.
Im zweiten Durchgang wollten die Österreicher die große Aufholjagd starten und kämpften sich mit ihren ersten drei Startern gefährlich nahe an Rang 3 heran. Die Hoffnung, dass mit einer guten Leistung des ÖSV-Schlussspringers Gregor Schlierenzauer noch der Flug auf das Podest möglich sein könnte, wurde jedoch zerstört. Denn bevor die letzte Gruppe starten konnte, frischte der Wind auf und die Jury musste den Wettkampf abbrechen.
Besser soll es morgen im letzten Skifliegen des Winters werden, wo Gregor Schlierenzauer seinen Ruf als Überflieger noch einmal unterstreichen kann. Mit einem Erfolg im Einzelbewerb (ab 10.00 Uhr) würde er den 14. Sieg in dieser Saison feiern.