Dienstag 16.März 2010 | 20:43
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Von Gregor Schlierenzauer am 06.05.2009

Der Alltag eines Super-Adlers: Gregor Schlierenzauer bloggt über seine Englisch-Schularbeit, sein Schauspieldebüt beim Schulball und das Treffen mit Seb Vettel.


22 Tage noch bis zur Abschlussprüfung, der Countdown läuft. Zum Glück ist’s mir bei der Englisch-Schularbeit letzte Woche gut gegangen, knapp den Dreier verpasst. Das ist zumindest mal eine Beruhigung, aber einige Schularbeiten warten noch vor der Matura auf mich – unter anderem demnächst Informatik.

Das führt dazu, dass mein Tagesablauf momentan sehr, sehr straff ist: fünf bis sechs Stunden Schule, Mittagessen, am Nachmittag trainieren und nach dem Abendessen wieder bis 22 Uhr lernen. Da bin ich über Ablenkung am Wochenende recht froh, wie ihr euch vorstellen könnt!

Und zum Glück gibt’s die auch: Vorletztes Wochenende stand mein Abschlussball am Skigymnasium Stams am Programm – ein großer Erfolg! Über tausend Besucher waren da, darunter auch berühmte Abgänger wie Marlies Schild und Benni Raich. Ich selber hatte einen dunkelblauen Anzug an, dazu ein rot-weiß-gestreiftes Hemd mit dunkelroter Krawatte.

Natürlich hab ich das wieder ganz gut genesene Tanzbein geschwungen – auch ohne Kurs war mein Freestyle-Walzer sehr passabel, finde ich. Außerdem hab ich bei der Mitternachtseinlage mitgespielt: Ein Sketch, bei dem ich in eine Rolle geschlüpft bin, die ich echt gut drauf hab. Ich hab den Skispringer Gregor Schlierenzauer gespielt. Da unser Ball unter dem Motto „Moulin Rouge“ stand, irrte ich im Sketch durchs verruchte Paris auf der Suche nach einer Sprungschanze. Erfolglos natürlich, was mir einige Lacher eingebracht hat.

Letzten Freitag war dann ein Besuch bei Kini Fullgas Tag im Zillertal angesagt. Sehr lässig, all die rasanten Öfen. Vor allem der NASCAR-Schlitten hat mir sehr gefallen. Ich hätt mich ja auch gern reingesetzt, aber blöderweise hat der Gerhard Berger den schon vorher abgefackelt. ;)

Natürlich war’s auch super, den Sebastian Vettel mal kennenzulernen. Ein lässiger Typ, total am Boden geblieben. Ich hab ihm erzählt, dass ich ihm bei den Rennen die Daumen drücke, und zu meiner Freude hat auch er gesagt, dass er sich sehr fürs Skispringen interessiert und die ganze Saison über mitgefiebert hat. Da hab ich ihn natürlich gleich für den kommenden Winter mal zu einem Wettbewerb eingeladen. Er komme gern, hat er gesagt, selber springen wolle er aber nicht, da schaue er uns doch lieber von unten zu.

Mit meinem Bein geht’s übrigens stetig aufwärts. Nach dem Check gestern hat mir mein Arzt gesagt, dass ich nun auch wieder alles machen dürfe. Das taugt mir natürlich sehr, morgen werde ich gleich mit dem Krafttraining beginnen. Das ist auch in punkto Schulstress gut, denn so hab ich eine Sorge weniger im Kopf. Ach, die Schule! Werd jetzt kurz schwimmen gehen, und dann geht’s gleich weiter mit Lernen.

Lieben Gruß,
Euer Gregor




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