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Die New Orleans Saints greifen am 7. Februar
nach ihrem ersten Super-Bowl-Sieg. Für die Menschen in Louisiana ist dieses
Ereignis besonders emotional besetzt. Als 2004 der Hurrican „Katrina" die Stadt
verwüstete, fanden im Football-Stadion Superdome 30.000 Menschen eine
Notunterkunft. Die Hoffnungen der Saints ruhen auf Reggie Bush (Bild), dem Shooting
Star des Teams. Der 24-jährige Running Back soll den Titel in die schwer
gebeutelte Stadt holen. Gegner im Finale sind die Indianapolis Colts.
16
Joe
Montana ist der erfolgreichste Spieler der Super-Bowl-Geschichte. Der
Quarterback mit der Rückennummer 16 führte die 49ers in den 1980ern zu vier
Titeln, wurde dreimal zum wertvollsten Spieler gewählt - bis heute Rekord. „Joe
Cool" erzielte die meisten Touchdown-Pässe und liegt auch im „Passer Rating"
(einer Formel aus Passgenauigkeit und -länge, Touchdowns und Interceptions)
voran. Joes Gegenstück: Gale Gilbert, der Einzige, der fünf Super Bowls in
Folge (1991-1995) verlor.
44
1967
fand das erste Finale der amerikanischen Profi-Football-Liga NFL statt, am 7.
Februar wird die 44. Super Bowl ausgetragen. In den Anfangsjahren fand der
Höhepunkt des US-Sportjahres schon im Januar statt, 2002 und seit 2004
alljährlich am ersten Sonntag des Februar. Seit 1970 wird das „Big Game"
zwischen den Siegern der beiden Conferences (AFC und NFC) ausgetragen. Der Name
„Super Bowl" ist übrigens eine Erfindung von Lamar Hunt, dem damaligen
Eigentümer der Kansas City Chiefs. Er sah seine Kinder mit einem Gummiball
namens „Super Ball" spielen, was ihn zu der Wortschöpfung inspirierte.
150
Die
NFL unterstützt den Super-Bowl-Gewinner mit einem Sonderbudget von 5000 Dollar
für jeden Ring, den der Sieger für seine erfolgreichen Spieler, Trainer und
Betreuer anfertigen lässt - maximal wird die Produktion von 150 Ringen unterstützt.
Auf dem 2009er-Geschmeide der Steelers funkelten 63 Diamanten mit zusammen 3,61
Karat, gegossen in 14-karätiges Gelbgold. Beste Ring-Anekdote: 1981 vergaß der
Green Bay Packer Jerry Kramer seinen Super-Bowl-Ring in einer Flugzeugtoilette.
25 Jahre später bekam er ihn zurück, nachdem ihn der Sohn eines Ex-Kollegen bei
einer Internet-Auktion entdeckt hatte.
1.000.000.000
Wochenlange
Vorbereitungsfeiern in der gastgebenden Stadt, eine pompöse Halbzeit-Show mit
musikalischen Top-Acts oder die unzähligen Super-Bowl-Partys: Der Super-Bowl-Sonntag
ist in den USA ein Nationalfeiertag. Und dieser wird in dem Land, das für seine
Neigung zu stattlichen Portionen bekannt ist, natürlich gebührend begangen. Nur
ein Tag des Jahres - nämlich Thanksgiving - beschert der Nahrungsmittelindustrie
noch größere Umsätze. Besonders
beliebt: Flügel. Laut National Chicken Council werden am Super-Bowl Austragungstag
eine Milliarde Chicken Wings verdrückt.
86
Titelverteidiger
Pittsburgh Steelers (2009 Sieger gegen die Arizona Cardinals) gewann die Super
Bowl sechsmal - Rekord. Die 86%-Final-Quote des siebenfachen Super-Bowl-Teilnehmers
wird allerdings von vier „Hundertprozentern" getoppt: den San Francisco 49ers
(5 Super Bowls/5 Siege) sowie drei weiteren Teams (3/3). Rekord-Teilnehmer sind
die Dallas Cowboys: achtmal dabei (fünf Titel). Null Prozent Erfolgsquote
schmücken Minnesota Vikings und Buffalo Bills: Beide Teams erreichten je
viermal das Finale und Verließen es jedes Mal mit hängenden Köpfen.
26,9
Die
oft maßgeschneidert produzierten, spielfilmreif inszenierten Werbespots im
Umfeld der Super Bowl sind für viele der TV-Zuseher tatsächlich „der wichtigste
Bestandteil des Tages" - und zwar für exakt 26,9 Prozent (wenn auch nur laut
einer Studie der in diesem Punkt wohl nicht ganz uneigennützigen Retail Advertising
and Marketing Association). Fakt ist: Die Super Bowl ist in vielen Jahren
Nummer eins der meistgesehenen TV-Events in den USA und jedenfalls absoluter
Spitzenreiter in Sachen Schaltkosten für einen TV-Spot. 2010 schlägt ein
30-Sekunden Werbespot mit bis zu drei Millionen Dollar zu Buche.
Super Bowl XLIV: 7. Februar 2010, Dolphin Stadium, Miami, Florida, USA.